Robert Kiyosaki, Finanzielle Bildung im Blut

Robert T. Kiyosaki ist ein wahrer Geschäftsmann. Der Bestsellerautor steht unter anderem hinter der Buchserie Rich Dad, Poor Dad, welche wohl zu seinen größten Erfolgen zählt. Seine 18 Bücher verkauften sich laut Wikipedia insgesamt mehr als 26 Millionen Mal.

Auf die Frage einer Journalistin, wie man derartige Bestseller schreibe, entgegnete Kiyosaki, dass er kein “best writing author”, sondern ein “best selling author” sei. Er wisse lediglich, wie er seine Produkte verkauft. Das nennen wir eine Ansage! Der Erfolg gibt Kiyosaki augenscheinlich recht.

Von ihm können wir vieles lernen, seine Bücher gelten nicht zu Unrecht als das inoffizielle Standardwerk der Finanzliteratur. Auch viele deutsche Speaker orientieren sich an Robert Kiyosakis Werken. Tatsächlich können auch wir seine Bücher wirklich jedem, der sich finanziell bilden möchte, ans Herz legen.

MoneyJungle präsentiert: Robert Kiyosaki, Finanzielle Bildung im Blut


In diesem Artikel stellen wir dir einige wichtige Learnings vor, die du von Robert T. Kiyosaki mitnehmen kannst. Natürlich kann dies in keinster Weise das Wissen, das in seinen Büchern vermittelt wird, ersetzen. Dranbleiben lohnt sich trotzdem! Hier kannst du herausfinden, ob sich die Bücher für dich lohnen bzw. dein Wissen etwas auffrischen, falls du diese bereits gelesen hast.

Rich Dad Poor Dad: Das Prinzip

Rich Dad Poor Dad

In seine Buchserie “Rich Dad Poor Dad” erzählt Robert T.Kiyosaki von seinen zwei Vätern.

Bei seinem leiblichen Vater handelt es sich um einen Beamten, der gut verdiente, allerdings nicht viel vom Umgang mit Geld verstand. Kiyosaki bezeichnet diesen als “Poor Dad”.

Das Pendant hierzu bildet Roberts “Rich Dad”, der Vater seines Schulfreundes. Rich Dad verdient, ebenso wie Poor Dad, gut. Im Gegensatz zu Poor Dad versteht dieser allerdings den Umgang mit Geld. Kiyosaki wurde, gemeinsam mit seinem Schulfreund, von Rich Dad in finanzieller Bildung unterrichtet.

In den Büchern werden die beiden Personen immer wieder gegenübergestellt und miteinander verglichen. Dem Leser werden die Gedankengänge der beiden präsentiert. Darauf basierend zeigt Kiyosaki auf, worin sich die beiden unterscheiden und warum Rich Dad immer erfolgreicher und glücklicher wurde, während Poor Dad sich immer weiter verschuldet.

Die Learnings:

1: Das falsche Mindset

Rich Dad Poor Dad, der Unterschied Wenn sich Poor Dad eine Sache kaufen wollte, sich diese allerdings nicht leisten konnte, sagte er immer:„Das kann ich mir nicht leisten!”

Damit disqualifizierte er sich selbst. Anschließend verschwendete er keine weitere Überlegung daran. So schränkte er sich selbst ein und hielt sich klein.

Rich Dad hingegen überlegte:„Wie kann ich mir das leisten?” Er überlegte sich, wie er genug Geld verdienen konnte, um den Kauf doch tätigen zu können. Dass er sich den Gegenstand nicht leisten konnte, hielt ihn niemals davon ab, einen Weg zu finden, um dies zu ändern. Er setzte sich keine Grenzen und konnte so auch viel mehr erreichen, als Poor Dad.

So solltest auch du zukünftig denken. Beschränke dich nicht selbst, sondern überlege, wie du deine Träume erreichen kannst.

2: Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Um vermögend zu werden, musst du den Unterschied zwischen Vermögenswerten (Assets) und Verbindlichkeiten kennen.

Ein Vermögenswert beschert dir einen positiven Cashflow. Er bringt dir Geld ein. So wäre beispielsweise eine Aktie, an deren Kursgewinnen und Dividenden du profitierst ein Vermögenswert. Auch eine Mietwohnung ist ein Vermögenswert. Mieteinnahmen bringen dir monatlich Geld ein, dein Cashflow steigt dadurch.

Eine Verbindlichkeit hingegen sorgt für negativen Cashflow. Durch sie hast du zusätzliche Ausgaben, die es zu vermeiden gilt. Ein Auto beispielsweise ist eine Verbindlichkeit. Benzin und Versicherung kosten dich regelmäßig Geld.

Viele Menschen betrachten den Kauf eines Eigenheims als Investition. Betrachten wir diese Investition allerdings genauer, stellen wir fest, dass es sich hierbei um eine Konsumausgabe handelt. Ein von dir bewohntes Haus bringt keinen positiven Cashflow. Viel eher kosten dich Renovierungsarbeiten und Versicherungen eine Menge Geld.

Lerne Assets von Verbindlichkeiten zu unterscheiden und versuche dein Geld möglichst in Vermögenswerte zu investieren. Reiche Menschen finanzieren sich ihren Konsum nicht durch ihr Einkommen aus Arbeit, sondern durch den positiven Cashflow durch Vermögenswerte.

3: Risiken können sich lohnen

Reiche Menschen scheuen sich nicht vor Risiken. Sie nehmen den potentiellen Verlust einer Investition in Kauf. Viele reiche Menschen sind in ihrem Leben sogar pleite gegangen. Das hat sie allerdings nicht davon abgehalten, wieder aufzustehen und von vorne zu beginnen. Natürlich investieren die Reichen nicht blind ihr ganzes Vermögen in ein Geschäft, aber sie trauen sich, einen Teil ihres Vermögens zu riskieren.

Arme Menschen hingegen leiden unter Verlustangst. Während ein kluger Investor bei einem Kursfall vielleicht mit dem Gedanken spielt, sein Investment zu erhöhen, fangen unüberlegte Investoren an zu zittern und verkaufen ihre Investition aus Angst, noch mehr zu verlieren.

4: OPM – Other People’s Money

Ein wichtiger Faktor für rasanten Vermögensaufbau ist das Geld anderer Leute. Fremdkapital ermöglicht höhere Renditen, während es natürlich mit einem erhöhten Risiko einhergeht. Natürlich kommt es auf viele verschiedene Faktoren an, ob es sich lohnt, mit Fremdkapital zu agieren. Gerade Immobilieninvestments können allerdings durch Fremdkapital extrem lukrativ werden.

Fremdkapital muss nicht immer mithilfe eines Kredites zustande kommen. Start-Up Gründer verkaufen beispielsweise häufig Teile ihres Unternehmens, um mit Geld, das ihnen eigentlich nicht gehört, agieren zu können.

5: OPT – Other People’s Time

Rich Dad Poor Dad, die Zeit der anderenJeder von uns hat gleich viel Zeit. Die Arbeit, die wir an einem Tag verrichten können, ist von Natur aus begrenzt. Aus diesem Grund kann es sinnvoll sein, andere Menschen für sich arbeiten zu lassen. Wenn du durch einen Mitarbeiter, der dich monatlich 3.000,00€ kosten würde, deinen Gewinn um 5.000,00€ zu erhöhen, ist dieser eine sehr gute Investition.

Reiche Menschen nutzen die Zeit anderer Leute, um ihr Einkommen zu erhöhen. Wenn du ein großes Unternehmen aufbauen willst, kommst du wohl nicht daran herum, Mitarbeiter zu beschäftigen, um die Expansion voranzutreiben.

6: Finanzielle Bildung

Viele Menschen sind der Meinung, eine gute Schulbildung reicht vollkommen aus. In der Schule gibt es allerdings keinen Unterricht über den Umgang mit Geld. Das Resultat sind häufig gut verdienende Menschen, die sich verschulden und finanziell stark einschränken.

Aus diesem Grund ist es wichtig, sich selbst mit finanzieller Bildung zu befassen. Die Investition in ein Buch oder ein gutes Seminar kann sich stark lohnen. Um vermögend zu werden ist es wichtig, Geld zu verstehen. Ein gutes Gehalt reicht nicht aus.

Ein guter Einstieg in das Thema sind die Bücher Rich Dad Poor Dad und Cashflow Quadrant von Robert Kiyosaki. Des weiteren können wir für den Anfang auch Der reichste Mann von Babylon von George Samuel Clason und Antoinette Gittinger empfehlen. Diese drei Bücher sollten wohl in keinem Bücherregal dieser Welt fehlen.

Fazit:

Von Robert T. Kiyosaki können wir vieles lernen. Der Author hat einen äußerst spannenden Lebensweg hinter sich und kann Wissen toll vermitteln. Vielen hat er mit seinen Werken bereits die Augen geöffnet und wir sind gespannt, was wir von ihm noch erwarten dürfen.

Wir hoffen, dass du hier fündig geworden bist und wünschen viel Erfolg beim Umsetzen.

-Money Jungle-
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