Was ist eigentlich Bitcoin?
Kryptowährungen verstehen, ohne Experte zu sein

Immer mal wieder erleben Kryptowährungen einen wahren Hype. Mediale Auftritte und Bitcoin-Millionäre locken viele potenzielle Investoren an. Das ist grundsätzlich nichts Schlechtes. Suboptimal für die neuen Investoren wird es nur, wenn sie eigentlich gar nichts über ihre neue Lieblingsanlage wissen. Warren Buffett ist nicht umsonst der Meinung, man solle niemals in ein Geschäftsmodell investieren, das man nicht versteht. Eine Anlage macht nur Sinn, wenn sich der Anleger damit beschäftigt und sie auch begreift. Man sollte meinen, dass das jedem Anleger klar ist. Die Realität vermittelt allerdings leider oft ein ganz anderes Bild. Bitcoin Hype

MoneyJungle presentiert: Was ist eigentlich Bitcoin? Kryptowährungen verstehen, ohne Experte zu sein

Gerade wenn es um Bitcoin geht, herrscht große Unwissenheit bei vielen Investoren. Nur wenige Anleger können die Kryptowährung auch einigermaßen verständlich erklären. Unwissenheit kann auch hier schnell zum Problem werden. Durch das fehlende Verständnis für ihre Anlage können unwissende Investoren auch nichts mit News zur Branche und ihrem Investment anfangen. Selbst wenn die Ursache für Kursschwankungen bekannt ist, können unkundige Anleger nur schlecht eigenständig über ihr weiteres Vorgehen entscheiden – das Investment wird zum Glücksspiel. Das muss nicht sein. Bitcoin ist eine interessante Anlagemöglichkeit und möchte auch als diese verstanden werden. Aus diesem Grund erklären wir heute ausführlich, was Bitcoin eigentlich ist. Was hat es mit Kryptowährungen auf sich und wie funktioniert das System hinter dem digitalen Geld?

Was zeichnet eine Währung aus?

Der Bitcoin ist nichts anderes als eine Währung bzw. Geld. Um zu verstehen, was das bedeutet und warum die Kryptowährung so wertvoll ist, sehen wir uns zunächst an, was eine Währung ausmacht. Eine funktionsfähige Währung erfüllt einige Funktionen und besitzt gewisse Eigenschaften. Auf diese gehen wir im Folgenden kurz ein. Um Bitcoin zu verstehen, musst du den folgenden Teil nicht auswendig lernen. Es hilft dir aber allgemein zu verstehen, worauf es bei einer Währung ankommt. Dadurch wirst du auch den Sinn von Kryptowährungen erkennen. Lies’ dir also in jedem Fall den ganzen Artikel aufmerksam durch.

Warum gibt es Währungen?

Geld wechselt Besitzer In einem Markt treffen Käufer auf Verkäufer. Um das Ganze zu veranschaulichen, stellen wir eine klassische Begegnung innerhalb eines Marktes nach: Ein Bauer besucht einen Friseur, um sich die Haare schneiden zu lassen. Ein simpler Tausch erfolgt: Der Friseur bietet dem Bauern seine Dienstleistung (den Haarschnitt) und wird vom Bauern dafür bezahlt (mit Geld). In einer Gesellschaft, die kein allgemeines Zahlungsmittel verwendet, könnte die Bezahlung über Waren erfolgen. Der Bauer könnte seinen Haarschnitt beispielsweise mit Eiern oder Fleisch bezahlen. Man muss kein Ökonom sein, um hier das Problem zu erkennen. Der Friseur könnte beispielsweise kein Interesse an den Tauschmitteln des Bauern haben. Je mehr Dienstleistungen und Waren innerhalb eines Marktes kursieren, desto häufiger kommt es zu Konflikten. Geld löst hier durch seine allgemeine Akzeptanz ein enormes Problem. Eine Währung ist also für alle Marktteilnehmer von Vorteil. Das gesellschaftliche Zusammenleben wird enorm erleichtert.

Funktionen einer Währung

Eine intakte Währung erfüllt vier wichtige Funktionen. Sie funktioniert als:

• Allgemeines Tausch- und Zahlungsmittel: Im obigen Beispiel erkennt man die Wichtigkeit eines allgemeinen Tausch- und Zahlungsmittel. Geld funktioniert in einem Markt als Ware. Der Friseur tauscht seine Dienstleistung gegen Geld und kann dieses wiederum gegen andere Dienstleistungen und Waren eintauschen.
• Wertmesser und Recheneinheit: Geld funktioniert als Wertmesser und Recheneinheit. Das ist sehr wichtig, um die Kosten einer Ware schnell und einfach einschätzen zu können. Nehmen wir an, das Gut X kostet 5,00- €/Mengeneinheit und das Gut Y kostet 10,00-€/Mengeneinheit. Nun ist jedem klar, dass zwei Einheiten des Gutes X ohne Verluste gegen eine Einheit des Gutes Y getauscht werden kann. So können Waren untereinander verglichen werden. Das sorgt für Transparenz, die in einem modernen Markt nicht fehlen darf.
• Wertaufbewahrungsmittel: Als Wertaufbewahrungsmittel weißt Geld eine gewisse Langlebigkeit auf. Das ist bei vielen Gütern nicht gegeben, weshalb diese als Währung ungeeignet wären. Eier beispielsweise faulen mit der Zeit und verlieren dadurch an Wert. Geld hingegen macht es möglich, einen Wert zu speichern. Wenn die Inflationsrate besonders hoch ist, ist diese Funktion allerdings nicht mehr gegeben. In so einem Fall suchen sich Menschen andere Mittel zur Wertaufbewahrung. Zur Zeit der Inflation in den 1920ern wurden beispielsweise fremde (echte) Währungen zum Wertaufbewahrungsmittel.
• Wertübertragungsmittel: Das Geld als Wertübertragungsmittel, macht die Übertragung von Werten durch Schenkung, Lohn etc. möglich. Diese Funktion wird durch das Geld als Tausch- und Wertaufbewahrungsmittel ermöglicht.

Eigenschaften einer Währung

Damit eine Währung diese Funktionen auch erfüllen kann, muss ein Gut sechs grundlegende Eigenschaften aufweisen:

• Knappheit: Um als Währung zu funktionieren, muss ein Gut knapp sein. Das bedeutet, dass es begrenzt und nicht beliebig vermehrbar ist. Im Falle von modernen Währungen wird die Knappheit dadurch sichergestellt, dass das Geld nicht durch jeden beliebig vermehrbar ist. Durch die Aufhebung des Goldstandards wird also ein wenig getrickst, wenn wir von Knappheit heutiger Währungen sprechen.
• Haltbarkeit: Ein haltbares Gut behält seine Eigenschaften über Jahre hinweg und ist nicht veränderbar. Lebensmittel wären daher äußerst ungeeignet.
• Teilbarkeit: Vieles ist teilbar, allerdings darf ein Gut durch eine Teilung nicht seinen Wert verlieren. Bei Geldscheinen wird dies durch Stückelung in Münzen sichergestellt.
• Transportfähigkeit: Ein transportfähiges Gut ist beliebig transportierbar. Je einfacher ein Gut transportiert werden kann, desto besser eignet es sich als Währung.
• Allgemeine Akzeptanz: Um erfolgreich zu handeln, muss die allgemeine Akzeptanz einer Währung möglichst hoch sein. Allgemein akzeptierte Güter finden hohe Zustimmung als Tauschobjekt. Die allgemeine Akzeptanz kann sich im Laufe der Zeit allerdings auch wandeln. Sie ist eng gekoppelt an das Vertrauen, das die Marktteilnehmer in eine Währung und die Herausgeber derselben haben.
• Fälschungssicherheit: Damit ein knappes Gut auch als Währung gehandelt werden kann, muss eine gewisse Fälschungssicherheit gegeben sein. Diese wird aktuell durch Sicherheitsmerkmale auf unseren Geldscheinen, sowie durch Gesetze sichergestellt.

Nun weißt du, was eine Währung in der Volkswirtschaft ist. Das ist ein grundlegender Punkt, um den Bitcoin zu verstehen. Vielleicht hast du auch schon einige Schwächen unserer aktuellen Währungen erkannt. Bitcoin ist eine dezentrale Währung, das bedeutet, er wird nicht von einer Regierung oder einzelnen Personen reguliert. Um das zu verstehen, sehen wir uns die erste bekannte dezentrale Währung der Geschichte an.

Die erste dezentrale Währung

Bitcoin Die erste bekannte dezentrale Währung der Geschichte etablierte sich schon lange vor der Entdeckung des Internets. Auf der mikronesischen Inselgruppe Yap funktionierten Steine aus Kalkstein als Zahlungsmittel. Zu erkennen sind diese anhand eines Lochs in ihrer Mitte und ihrer enormen Größe. Bis zu vier Meter misst das, von den Einwohnern als „Rai” bezeichnete, kreisrunde Tauschmittel. Gefertigt wurden die Rai in Steinbrüchen, weit entfernt von den Inseln. Unter enormen Anstrengungen wurden sie dann zum Heimatdorf transportiert. Dort angekommen, wurden sie zunächst bewertet. Bewertungskriterien waren unter anderem Größe, Form und Aufwand des Transports. Wenn auf der Reise jemand ums Leben kam, steigerte auch das den Wert eines Steins.

Nachdem der Wert des Steins festgelegt war, konnten Familien oder einzelne Bewohner Besitzansprüche auf den Rai-Stein erheben. Jeder wusste dann, wer der Besitzer des Rais war. Um mit einem Rai zu bezahlen, ihn also zu tauschen, war kein so großer Aufwand erforderlich, wie man es vielleicht vermuten konnte. In öffentlichen Treffen wurden die Transaktionen verkündet. Deshalb auch dezentral. Transaktionen waren durch die Bestätigung der Gemeinschaft gültig. Vertrauen, zum Beispiel in eine Bank die ein Konto verwaltet, ist nicht mehr nötig.

Anschließend konnte der neue Besitzer mit dem selben Stein bezahlen. Er hatte ja nun Anspruch darauf. Auch heute haben die Rai-Steine einen Wert auf der Insel. Sie sind ein beliebtes Hochzeitsgeschenk. Als offizielles Zahlungsmittel wurden sie allerdings vom US-Dollar abgelöst.

Bitcoin – eine digitale, dezentrale Währung

Bitcoin, dezentral Jetzt wissen wir, was eine Währung ist und wie das Prinzip der Dezentralität funktionieren kann. Es wird Zeit, sich mit dem Bitcoin zu beschäftigen. 2008 wurde unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto ein Dokument veröffentlicht, das den Bitcoin als digitale Währung beschreibt. 2009 folgte die dazugehörige Software. Vorab: Eigentlich gibt es keinen einzigen Bitcoin. Sie sind weder physisch, noch digital. Es gibt lediglich Adressen, die Anspruch auf eine gewisse Menge an Bitcoin haben und diesen Anspruch an eine andere Adresse übertragen können.

Um das Ganze besser zu erklären, beschreiben wir eine ganz normale Bitcoin Transaktion:
Max möchte etwas online kaufen und mit Bitcoin bezahlen. Die Ware kostet ihn 0,1 Bitcoin. Um nun eine Bitcoin-Transaktion durchzuführen, benötigt Max die Bitcoin Adresse des Empfängers.

Ihm wird eine 34-stellige Kombination aus Zahlen und Buchstaben bzw. ein QR-Code angezeigt. Um jetzt zu bezahlen, öffnet er seine Bitcoin-Wallet. Das ist ein Programm, das er auf seinem PC installiert hat.

Damit Max auf seine Wallet zugreifen kann, ist ein Passwort notwendig. Das “Passwort” ist sein Private Key. Das ist eine 78-stellige Zahlenkombination, die nur Max selbst kennt. Um sie nicht zu vergessen, hat sich Max seinen Private Key notiert und in seinem Safe verschlossen. Für eine normale Transaktion reicht das. Seine eigene Bitcoin-Adresse braucht er als Versender nicht anzugeben. Sollte jemand seine Bitcoin-Adresse erfahren, muss sich Max keine Sorgen machen. Lediglich seinen Private Key sollte er geheim halten.

Er gibt die Bitcoin-Adresse des Empfängers ein und bestätigt die Transaktion.

Soweit lassen sich große Ähnlichkeiten zum Online-Banking feststellen. Der große Unterschied liegt in der Transaktionsverarbeitung.

Wenn Max 0,1 Bitcoin an eine andere Bitcoin-Adresse schickt, enthält die Transaktion drei Informationen:
• Einen Input: Das ist die Aufzeichnung, woher Max die 0,1 Bitcoin hat. Also welche Adressen ihm die Bitcoin geschickt haben.
• Eine Menge: Das ist die Menge an Bitcoin, die Max verschickt.
• Einen Output: Das ist die Empfängeradresse, also die Adresse, an die die Bitcoin geschickt werden.

Wenn Max also Bitcoin verschicken will, verwendet er seinen Private Key, um die Transaktion mit dem Input, der Menge und dem Output zu signieren.

Dadurch werden die Bitcoin von Max’ Wallet an das Bitcoin-Netzwerk gesendet. Sogenannte Bitcoin-Miner überprüfen die Transaktion. Falls diese korrekt ist, wird sie von den Minern bestätigt. Nicht korrekt wäre sie beispielsweise, wenn Max nur 0,01 Bitcoin auf seiner Adresse hat oder 0,1 Bitcoin an mehrere Adressen verschickt, obwohl er nur 0,1 Bitcoin auf seiner Adresse hat. Nach der Bestätigung wird die Transaktion in einem Block gespeichert und in das Bitcoin-Netzwerk “implementiert”. Der folgende Block wird darauf “gesetzt”. Die Blockkette (“Blockchain”) wird also laufend erweitert. Eine Transaktion gilt als bestätigt und korrekt, sobald sie insgesamt 6 mal bestätigt wurde. Das Bitcoin-Protokoll ist so konfiguriert, dass ein Block in etwa alle 10 Minuten verarbeitet wird. Somit liegt die Transaktionsdauer, also die Zeit, in der die Transaktion 6 mal bestätigt wurde, bei etwa 1 Stunde.

Hinweis: In unserem Beispiel wurden 0,1 Bitcoin versendet. Das ist möglich, bedeutet aber nicht, dass die Dezimalstellen beim Bitcoin unbegrenzt sind. Ein Bitcoin-Betrag hat bis zu 8 Stellen hinter dem Komma. 0,00000001 ist dabei der kleinstmögliche Betrag an Bitcoin, der auf einer Adresse “gespeichert” werden kann. Dieser Betrag wird zu Ehren des “Erfinders” von Bitcoin auch als 1 Satoshi bezeichnet.

Bitcoin Halving

Bitcoin mining Miner erhalten für jeden berechneten Block eine Belohnung, einen sogenannten Reward. Aktuell liegt dieser Reward bei 12.5 Bitcoin pro Block. Dadurch kommen “neue” Bitcoin in den Umlauf und Mining kann zu einem lohnenswerten Geschäft werden. Alle 210.000 Blöcke steht ein sogenanntes Bitcoin Halving an. Das bedeutet, dass der Reward, den Miner pro berechneten Block erhalten, halbiert wird. Das passiert in der Praxis etwa alle vier Jahre. Das nächste Bitcoin Halving steht im Sommer 2020 an. Dann wird die Belohnung auf 6.25 BItcoin pro Block reduziert. Das wirkt sich natürlich auch positiv auf den aktuellen Wert eines Bitcoin aus.

Transaktionsgebühren

Verschiedene Faktoren berechnen die Transaktionsgebühren einer Überweisung. Es gibt auch Wallets, die eine manuelle Bestimmung der Transaktionsgebühren ermöglichen. Dabei werden die Transaktionen mit höherer Gebühr schneller abgewickelt. Die Gebühren erhält der Miner, der die Transaktion zuerst bestätigt. Durch die hohe Menge an Transaktionen wird das zum Glücksspiel für dies. Die Transaktionsgebühren liegen bei Auslandsüberweisungen in der Regel deutlich unter den anfallenden Bankgebühren für eine Transaktion.

Vorteile des Bitcoin:

Neben den geringeren Gebühren und der schnellen Transaktionszeit bietet Bitcoin noch einen entscheidenden Vorteil:
Die Dezentralität und die einhergehende, festgelegte Maximalmenge an Bitcoin. Beim Bitcoin vertraust du keiner Zentralbank. Zum einen kann niemand dein Konto sperren oder darauf in einer anderen Weise zugreifen. Zum anderen kann niemand mehr Geld drucken, als vorgegeben. Eine künstliche Inflation durch frisches Zentralbankgeld ist bei der dezentralen Währung nicht möglich.

Kryptowährungen Es gibt auch noch andere Kryptowährungen. Meist sollen diese einen bestimmten Zweck erfüllen oder beispielsweise Transaktionen zwischen zwei Maschinen durchführen. Der Vorteil von Bitcoin gegenüber diesen liegt darin, dass sich der Bitcoin etabliert hat. Neue Investoren legen ihr Geld meist in Bitcoin an und beeinflussen somit auch positiv dessen Preis. Viele kleinere Kryptowährungen sind sehr spekulativ und haben nicht mehr viel mit einer rationalen Anlage gemein.

Risiken des Bitcoin:

Wir wollen dir nichts schönreden. Um eine gute Entscheidung bezüglich deines Investments solltest du dir auch über potentielle Risiken eines Investments im Klaren sein. Wir haben dir eine kleine Auflistung erstellt, mit welchen Risiken du beim Bitcoin konfrontiert wirst:
• Volatilität: Sei dir bewusst, dass der Bitcoin eine sehr volatile Anlage ist. Das bedeutet, dass der Kurs innerhalb kurzer Zeit stark schwanken kann. Wenn du langfristig investierst, überzeugt von der Technologie bist und daran glaubst, dass sich der Kurs weiterhin positiv entwickelt, kann dir das egal sein. Solange du keine Verluste durch einen Verkauf zu einem schlechten Zeitpunkt realisierst und deine Bitcoin hältst, wirst du am langfristigen Wachstum der digitalen Währung profitieren können. Es gibt auch sehr gute Investmentstrategien, die besonders für volatile Anlageklassen gut funktionieren. Mehr dazu später.
• Selbstverantwortung: Die Dezentralität ist eigentlich ein großer Vorteil. Nur du kannst auf dein Konto zugreifen. Verlierst du allerdings deinen Private Key, hast du keine Möglichkeit mehr, auf deine Bitcoin zuzugreifen. Du allein bist verantwortlich! Es gibt keinen Support und auch keine grüne Nummer, die dir den Zugang zu deiner Wallet wiederherstellen können. Wenn du dich also dazu entschließt, in Bitcoin zu investieren, solltest du nicht leichtfertig mit deinen Daten umgehen. Schreibe dir deinen Private Key am besten physisch auf und bewahre ihn in einem brandsicheren Tresor auf.
• Hackerangriffe: Anstatt einer Wallet, kannst du deine Bitcoin auch auf einer Exchange aufbewahren. Diese kannst du dir in etwa wie eine Börse vorstellen. Falls du dich dazu entschließt, deine Bitcoin über längere Zeit auf einer Exchange zu lagern und die Exchange es mit der Sicherheit nicht ganz so ernst nimmt, ist ein Hackerangriff durchaus möglich. Auch wenn dies sehr unwahrscheinlich ist und in den seltensten Fällen passiert, solltest du darüber informiert sein. In der Vergangenheit ist dies schon öfter vorgekommen. Wenn du deine Bitcoin auf einer Wallet speicherst, brauchst du dich um diesen Punkt allerdings nicht zu sorgen.
• Quantencomputer: Die Blockchain ist sehr sicher. Nur durch einen 51% Angriff lässt sie sich manipulieren. Um den Bitcoin zu schlagen, müsste eine einzelne Organisation also über mindestens 51% der von allen Minern ausgehenden Rechenleistung verfügen. Das bedeutet, sie müsste mehr Rechenleistung aufbringen, als alle Bitcoin-Miner zusammen. Durch die stetige Entwicklung von Quantencomputern wäre dies theoretisch möglich. In der Praxis ist dies allerdings nicht umsetzbar, da auch die Miner selbst über immer bessere Technik verfügen. Sollte es einer Organisation gelingen, verhältnismäßig so viel Rechenleistung aufzubringen, um die Miner zu schlagen, haben wir aber weitaus größere Sorgen, als eine intakte Blockchain. Die Gefahr, die von solch einer gewaltigen, unrealistischen und konkurrenzlosen Rechenleistung ausgehen würde, ist kaum mit Worten zu beschreiben.

21 Millionen Bitcoin

Der Bitcoin ist auf 21 Millionen Einheiten begrenzt. Die ersten 10 Jahre der Kryptowährung haben dafür gesorgt, dass in etwa 18 Millionen Einheiten in Umlauf kamen. Das bedeutet allerdings nicht, dass aktuell mehr als 18 Millionen Einheiten auch tatsächlich im Umlauf sind. Vor allem zu Anfangszeiten der dezentralen Währung gingen viele Bitcoin unwiderruflich verloren. Festplatten wurden entsorgt, USB-Sticks verlegt und Passwörter wurden vergessen. Der Wert von Bitcoin war damals sehr gering, dementsprechend hatten die Bitcoin für ihre Besitzer damals weniger Relevanz. Auch heute noch gehen Bitcoin verloren. Dies kann Todesfällen ohne entsprechende Vorsorge, Vergesslichkeit der Besitzer oder höherer Gewalt geschuldet sein. Experten schätzen, dass mehrere Millionen Bitcoin für immer verloren sind. Was dramatisch klingt, ist für Investoren ein echtes Geschenk. Jeder endgültig verlorene Bitcoin senkt den Gesamtbestand und erhöht somit den Wert der übrigen Bitcoin.

Investieren oder Minen – was lohnt sich mehr?

Bitcoins Du hast nun von zwei Möglichkeiten gehört, wie du am Bitcoin profitieren kannst. In der Vergangenheit war das direkte Anlegen in Bitcoin meist lukrativer. Beim Mining musst du nicht nur leistungsfähige Mining-Computer kaufen und den Strom dafür bezahlen. Du hast außerdem das Problem, dass du in Konkurrenz mit riesengroßen Mining-Farmen überall auf der Welt trittst. Um konkurrenzfähig zu bleiben musst du dein Equipment ständig aufrüsten und stets kalkulieren, ob dein Business noch rentabel ist.

Beim Kaufen von Bitcoin hingegen hast du es relativ einfach. Zunächst richtest du dir eine Wallet ein. Für Anfänger ist beispielsweise die Exodus Wallet völlig ausreichend. Als nächstes kaufst du dir einen Anteil an Bitcoin bei einer bekannten Plattform und transferierst sie auf deine Wallet. Nun musst du dich nur noch darum kümmern, dass du deine Private Key nicht verlierst. Bis zum Zeitpunkt, an dem du dich für einen Verkauf entschließt, musst du nun im Grunde einfach nur noch abwarten.

Wie kauft man Bitcoin?

Wir kaufen unsere Bitcoin schon seit Jahren bei Binance. Der Prozess dort ist sehr einfach, es werden viele Zahlungsmöglichkeiten angeboten und wir waren bisher immer sehr zufrieden mit der Plattform. Der Kaufvorgang ist sehr einfach und unkompliziert und der Support ist auch sehr hilfreich – und das wissen wir zu schätzen! Die Bitcoin Adresse, zu der du deine gekauften Bitcoin senden kannst, wird dir in deiner Wallet angezeigt. Du kannst diese einfach kopieren und einfügen. Achtung: Vertippe dich nicht und mach beim Kopieren der Adresse keinen Fehler! Sonst war der Kauf umsonst.

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Weil du unseren Artikel bis hierhin gelesen hast, gibt es noch ein kleines Geschenk für dich. Wir zeigen dir, wie sich revolutionäre Technologien für gewöhnlich in der Wirtschaft etablieren und was es beim Investieren in volatile Märkte zu beachten gibt:

Bonus #1: Revolutionäre Technologien in der Wirtschaft

Revolutionäre Technologien und bahnbrechende Ideen durchlaufen häufig ein ähnliches Muster. Sehr interessant in diesem Zusammenhang ist der Hype Cycle for Emerging Technologies nach Gartner Inc. Sehen wir uns zunächst den Hype-Zyklus nach Gartner an:

Gartner Hype Zyklus Idotter, Gartner Hype Zyklus, CC BY-SA 3.0

Bitcoin Chart von 2009 bis 2019 Ster3oPro, Bitcoin usd price, CC BY-SA 4.0

Über diesem Text siehst du zwei Bilder. Zum Vergleich haben wir dir in dem zweiten Bild den Bitcoin Chart von 2009 bis 2019 eingefügt. Gewisse Parallelen lassen sich nicht abweisen.

Eine aufkommende Technologie durchläuft zunächst also folgende 5 Phasen:
• Technologischer Auslöser:
Zunächst steht der Durchbruch bzw. der technologische Auslöser für die neue Technologie. Das Fachpublikum interessiert sich für die Technologie und erste Nachahmer nutzen die Technologie für eigene Zwecke.
• Gipfel der überzogenen Erwartungen:
Darauf folgt das Medieninteresse. Vorschnelle Berichte erzeugen eine oft übertriebene Begeisterung für die Technologie. Unrealistische Erwartungen und nicht rationale Vorstellungen sind hier keine Seltenheit. Menschen sehen den bisherigen Aufstieg und fangen an zu investieren, ohne sich wirklich mit dem Thema zu beschäftigen. Sie haben Angst, etwas zu verpassen, wenn sie nicht sofort einsteigen. Die Ausgereiftheit der Technologien wird in dieser Phase meist maßlos überschätzt. Durch alleinige Namensänderung schnellen Aktien in die Höhe, selbst wenn das Unternehmen hinter der Aktie unverändert bleibt. Bekannt in diesem Zusammenhang ist “FOMO” – die Fear of missing out.
• Tal der Enttäuschungen:
Den unrealistischen Erwartung kann (noch) nicht standgehalten werden. In der dritten Phase durchläuft die Technologie ein Tal der Enttäuschungen. Die Berichte werden weniger und das allgemeine Interesse sinkt für den Moment. Die Technologie selbst entwickelt sich allerdings auch in dieser Phase weiter.
• Pfad der Erleuchtung:
Die Erwartungen an die Technologie werden realistischer. Mit der Zeit und ohne überzogene Berichterstattung wird ein Verständnis für die Technologie entwickelt. Die Vorteile und Grenzen der neuen Technologie werden erkannt.
• Plateau der Produktivität:
Wenn die Allgemeinheit die Vorteile der neuen Technologie anerkennt und akzeptiert, wird ein Plateau der Produktivität erreicht. Blockchain ist nicht schwer zu verstehen, wenn gute und verständliche Berichte darüber verfasst werden. Dieses Plateau der Produktivität kann weit über die zweite Phase, den Gipfel der überzogenen Erwartungen hinausgehen. Das hängt dann stark davon ab, ob die Technologie in Massen- oder Nischenmärkten angenommen wird. Das Internet ist das beste Beispiel für eine Technologie, die zur Jahrtausendwende maßlos überschätzt wurde. Heutzutage übertrifft die Technologie und ihre Bedeutung für die Wirtschaft jede Erwartung, die zur damaligen Zeit gemacht wurde.

Bitcoin hat den Hype Zyklus vermutlich bereits hinter sich. Das ist sehr gut für Investoren, da sich der Preis nun weniger durch kurzfristige Hypes, sondern durch gute, zukunftsorientierte Technologien entwickelt. Erfolg beim Investieren ist hier kein Glücksspiel mehr, sondern orientiert sich an tatsächlicher Akzeptanz und stabilem Wachstum der Technologie. Natürlich nur, wenn diese Dinge sich weiterhin positiv entwickeln.

Bonus #2: Investieren in volatile Märkte

Beim Investieren in volatile Märkte kann es durchaus vorkommen, dass du kurzfristige Kursschwankungen aussitzen musst. Um zu vermeiden, dass du schwach wirst und in einem schlechten Moment verkaufst, kannst du mithilfe des Cost-Average-Effects investieren. Statt beispielsweise heute 1.200 € in Bitcoin zu investieren, investierst du über ein Jahr hinweg monatlich 100 € in die Kryptowährung. Ist der Kurs hoch, erhältst du etwas weniger Bitcoin für deine Investition, während du bei niedrigen Kursen mehr Bitcoin für deine Investition erhältst. Du kaufst also zum Durchschnittspreis. Durch den Cost-Average-Effect musst du auf keinen besonders guten Einstiegszeitpunkt warten. Deine Investments werden dadurch, dass du sie vom Faktor Einstiegszeitpunkt zum größten Teil löst, weniger spekulativ. Je unerfahrener ein Anleger und je volatiler die Anlageklasse, desto positiver macht sich der Cost-Average-Effect auf Dauer bemerkbar.

Wir hoffen, dass deine ungestellten Fragen mit diesem Artikel beantwortet wurden. Bitcoin ist definitiv eine interessante Anlageklasse, die sich aktuell an zukunftsorientierte Investoren, die an die Währung und deren Zukunft glauben, orientiert. Das Konzept wird immer weiter ausgereift und Bitcoin ist, unserer Meinung nach, aktuell auf einem guten Weg. Die Zukunft wird uns zeigen, wie es mit der Kryptowährung weitergeht. Ob Bitcoin eine gute Ergänzung für dein Portfolio ist, musst letztlich du selbst entscheiden.

Quelle: https://bitcoin.org/bitcoin.pdf

Wir hoffen, dass du hier fündig geworden bist und wünschen viel Erfolg beim Umsetzen.

-Money Jungle-
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